“Liebe Cosmopolitan, liebe Frau Seibold, …”
So begann der wohl formulierte offene Brief von Bloggerin Katrin, den ich vor einiger Zeit auf ihrem Blog Metropolitan Circus gelesen habe. Katrin hat mit ihrem Blog Post auf einen Artikel in der Januar ’12 Ausgabe der Cosmopolitan reagiert. Hintergrund des Ganzen: Die Beauty-Chefin der Cosmo Verena Seibold hat ihre persönlichen Beauty-Helden im Web reflektiert. Da fielen etablierte Namen der Beauty- und Fashion-Branche, die vorzugsweise via Echtzeitmedium Twitter ihr spannendes Arbeitsleben teilen und dabei auch den ein oder anderen Tipp in Sachen Make-up, Style und Co. parat haben. In ihrem zweiseitigen Artikel reflektiert Verena Seibold ganzheitlich ihre persönliche Begegnung mit dem Beauty-Online-Kosmos und tritt dabei mit einigen ihrer Bemerkungen der deutschen Blogosphäre gewaltig auf den Zeh.
Zu lesen ist im Januar-Heft auf den Seiten 123 und 124:
“[...] Zu den geheimen Stars der Branche mausern sich ein paar wenige Blogger – leider nicht aus Deutschland. Bei uns gibt es momentan noch keinen Beauty-Blog, der für mich lesenswert wäre.
Die, die ich kenne, sind gefühlt von Teenagern für Teenager geschrieben, und man merkt, dass diese Mädchen auf der Welle des Blog-Hypes schwimmen, sich von PR-Abteilungen mit Produkten versorgen lassen, um dann ohne eigene, ehrliche Meinung darüber zu berichten. [...]“
Das sitzt.
Neben den Diskussionen in Foren und Community, haben es noch einige andere Blogger Katrin von Metropolitan Circus gleichgetan und ihre Gedanken dazu öffentlich festgehalten. So entdeckte ich Anfang der Woche auf dem Blog von IHanaKoi ihre Stellungnahme, sowie vor Kurzem auch den offenen Brief von Claudia auf ihrem Blog Beauty Butterflies. (Momentan kann auch noch der ganze Artikel als Scan dort gelesen werden.)
Die Reaktionen der Beauty-Gemeinde unter diesen Posts sind zumeist eindeutig. Frau Seibold hätte sich mehr informieren müssen. Punkt.
Die Fronten-Bildung bei dieser ganzen Angelegenheit ist mir recht interessant aufgefallen. Runtergebrochen scheint es für einen nicht unerheblichen Teil der Leute, die sich bislang aktiv zu Wort meldeten, nur Schwarz oder Weiß zu geben. Zudem werden “erwachsenere” Blogs angeführt, wie Primer & lacquer, einem Beauty Blog, der dem Leser im “klassischen Gewand” eines puristen Fashion-Blogs begegnet, und Beautydelicious, dem bunten Gedanken-Outlet von Beauty-Redakteurin Asmona, oder auch Magimania und Innen & Aussen, wo Magi, Paddy und Co. sich rund um die Uhr passioniert den Dingen und Themen widmen, die ihnen in ihrer tagtäglichen Beauty-Welt begegnen und die Austausch mit der Community suchen.
Grundsätzlich meine ich aber wahrgenommen zu haben, dass vielfach die Absicht von Beauty-Chefin Verena Seibold missinterpretiert wurde. In vielen Kommentaren dazu habe ich bislang vermisst zu lesen, dass es sich in dem Artikel der Cosmo einzig und allein um die subjektive Wahrnehmung einer einzelnen Person dreht. Nun ist es aber auch so, dass in der Beauty-Branche sehr viele “kreative Geister” umherstreifen. Auf ihren Visitenkarten stehen Positionen wie “Beauty Editor”, “Editor in Chief”, “Art Director”, “Photographer”, “Make-up Artist”, “Stylist”, “Art Buying” und vieles mehr. Da werden Medien gelebt, gehaltvolle Inhalte gepriesen und Lifestyle zelebriert. Man nennt sich vielleicht selber einen “Visualist”. Mit einer Affinität zu Design umgibt man sich gerne mit schönen Dingen. Nein, ich schere nicht die ganze Beauty-Industrie über einen Kamm, denn es gibt genauso viele Leute, die beruflich mit der Branche zu tun haben, die in den wesentlichen Aspekten anders sind. Nicht besser, nur anders.
Ich glaube zu ahnen, was Verena Seibold beabsichtigte, als sie schrieb, dass es in Deutschland noch keinen Beauty-Blog gibt, den sie persönlich als lesenswert erachtet. Sie empfiehlt Blogs aus Großbritannien, die vorzugsweise von Beauty-Redakteuren geschrieben werden. Sie sucht für sich den Dialog auf Augenhöhe – von Profi zu Profi sozusagen. Die Meinung der Profis legt sie wiederum ihren Lesern ans Herz, da sie sich persönlich dort scheinbar in guter Gesellschaft sieht. Die Frage, die sich da aber ganz zwangsläufig stellt: Ist die Meinung eines Profis immer automatisch besser?
Ich glaube nicht, doch ich kann nur für mich persönlich sprechen und aufzeigen, wie ich die Sache wahrnehme. Auch auf meiner Visitenkarte steht eine schmissige “Job Description” – und ich vermeide es, wo es nur geht, meine Visitenkarte auf den Tisch zu legen und breche bewusst mit einigen “Regeln”, die oftmals zu arg ins Blenden abzudriften drohen. Ich schreibe trotzdem nach wie vor für Beauty Outlets. Ich habe das mit dem Schreiben sogar richtig gelernt. Ich kann herrlich mit Fachjargon um mich werfen, wenn es von mir erwartet wird, und Rheotrik ist die Geheimwaffe “meiner Zunft”, um Inhaltsleere mit Inhalt zu füllen. Meistens sollte ich zu Beginn meiner Laufbahn als Redakteurin genau solche Texte abliefern. Waren sie anders, setzte die Chefredaktion den roten Stift an, waren sie zu recherchiert, hieß es, für den Artikel hätte ich zu lange gebraucht. Wie ermüdend. So fand ich persönlich zum Bloggen. Ohne Redaktionsschluss, ohne Vorgaben, ohne Advertorials.
Aber dann kamen die Leser. Und das ist auch gut so! Der Anspruch wächst. Rezensiert wird nach wie vor, was gefällt. Ein Vorteil, den wir hier bei FDG haben, ist sicherlich, dass wir vier verschiedene Mädels sind. Wenn jede darüber bloggt, was ihr gefällt, hat man schnell einen guten Querschnitt erreicht. Andere Blogger wiederum veröffentlichen sicher auch mal Pressemitteilungen zu Kollektionen, die sie persönlich nicht so interessieren, aber ihre Leser schätzen oder bitten sogar um einen umfassenden Informationsfluss oder das persönliche Fazit. Jeder Blogger schreibt nach beste Kräften so gut er kann und in so viel Zeit wie er erübrigen möchte. Das macht es unehrlicher? Ich finde nicht.
Was hat es außerdem mit diesen “Teenie-Blogs” auf sich? Ein Begriff, der immer und immer wieder kursiert. Natürlich gibt es Blogs, die von jungen Mädchen geschrieben werden. Ich bin sicher, ich habe sogar einige davon in meinem RSS Feed und merke es nicht einmal, denn oft schaue ich erst nach Wochen oder gar Monaten des Lesens, wer eigentlich hinter dem Blog steckt. Mit ist erst einmal egal, ob der Blog einen verspielten Namen trägt, ob das Layout “nur” einer Vorlage von Blogppot entspringt oder die Fotos nicht mit einer digitalen Spiegelreflexkamera aufgenommen wurden. In meinem RSS Feed gibt es kein Layout und keine Templates. Aber der Feed wird natürlich gefüttert während meiner Streifzüge durch das Netz. Natürlich springen dort ein angenehmes Design, sehr gute Fotos oder tolle Themen ins Auge, heben sich ab und erhöhen den “Darüber will ich mehr wissen”-Faktor. Diese Aspekte sind aber für mich nicht per se ein “Nur, was gut aussieht, lese ich”-Kriterium.
Was ist für mich der Vorteil an “nicht professionell” geschriebenen Blogs? Das Entdecken. Ich lese von Leuten, die Produkte oder Make-up als Ganzes für sich entdecken, sich auf eine ganz eigene Art damit auseinander setzen. Ich möchte nicht dauernd lesen, dass Star-Visagist XYZ dieses oder jenes Produkt empfiehlt und es blind nachkaufen. Ich möchte selber auf Entdeckungstour gehen. Und dazu brauche ich für mich eben nicht zwingend nur die Tipps der Profis. Trägt Claudia von Beauty Butterflies beispielsweise, wie hier in ihrem Pin-up Look, den Lip Designer von CATRICE in Ruby Red mit dem Lippenstift Chanel Rouge Allure in Lover, sehe und entdecke ich, dass ich womöglich keinen High-End Lipliner brauche für eine tolle Optik oder ich spüre eine große Liebe zu der Nuance des Pariser Modehauses und gehe auf die Suche nach Alternativen. Blogs sind Inspiration für mich, keine Bibel. Und Inspiration kann ich überall finden – von jedem.
Wir bei FDG haben uns beispielsweise schon oft mit dem “Vorwurf” konfrontiert gesehen, dass wir gar kein Blog sein. Irgendwie auch ein bisschen autsch. Wenn wir uns nicht als Blog empfinden würden, bräuchte ich mich also von einem Artikel wie dem von Verena Seibold nicht angesprochen zu fühlen. Ich fühle mich angesprochen, bin aber nicht persönlich beleidigt. Verena Seibold hat ihre Netzfavoriten – und die knackige, ein bisschen provokative Schreibe ist den meisten Redakteuren anerzogen, gehört dieses bisschen Sarkasmus, diese leicht hochgezogene Augenbraue und diese latent bittere Note auf der Zunge doch zu unserer Zunft. Ich persönlich wollte in den Journalismus sicher nicht zuletzt, weil ich von meinem Naturell aus alles gerne hinterfrage.
Ja, ich selbst schmecke diese leicht bittere Note auf meiner Zunge sogar an diesem Sonntag. Doch ich traue mir und vielen anderen Kollegen, aber noch viel, viel mehr tollen Lesern und Bloggern da draußen weiterhin genug Objektivität zu, um zu unterscheiden und eben nicht alles pauschal über einen Kamm zu scheren.
Ich würde mich freuen, wenn die Redaktion der deutschen Cosmopolitan hin und wieder ein wenig ihre hochgezogene Augenbraue ablegen würde. Andererseits – in Zeiten wie diesen, in denen jeder Zweite an Reizüberflutung von Medien leidet, scheint das Leitmotto zu lautet: Wer provoziert fällt auf.
Hand auf’s Herz, am Ende wollen doch die meisten, die Schreiben und Lesen nur eines: Im Gespräch bleiben. Ob im Dialog oder einer einseitiger Redensführung, das bleibt aber jedem selbst überlassen.



Ich persönlich kann mit solchen High-End-Blogs nun mal nix anfangen. Mein Budget ist Drogerie und so wird es auch bis auf wenige Ausnahmen bleiben. Ich hab einen Job und einen Freund und ein paar Zeitfüllende Hobbies, für die ich gerne viel Geld ausgebe, Kosmetik ist mir wichtig, aber nicht so wichtig. Ich könnte das Geld durchaus ausgeben, aber ich WILL es nicht. Denn ich hab auch noch andere Dinge im Leben, die mir Spaß machen. Deshalb will ich wissen, ob es da draußen neben MAC und Chanel auch noch andere Sachen gibt. Und deswegen lese ich auch gerne Blogs von Leuten, denen es genauso geht, die nicht ihr ganzes sauer erspartes Geld für Kosmetik ausgeben wollen, die einfach nur ganz normal sind und ganz normale Produkte benutzen. Ich brauche mit Sicherheit keinen Blog, der mir erzählt, dass MAC tolle Sachen herstellt. Das weiß ich selbst. Und ich brauch mir auch nicht erzählen lassen, dass die von guter Qualität sind, denn das setze ich bei diesen Preisen voraus. Wenn ich MAC oder Chanel kaufen will, lese ich keine Blogs, sondern ich geh ins Geschäft und lass mich vom Profi beraten. Ich lese Blogs, weil da eben getestet wird, ob Marken, die eben nicht selbstverständlich Top-Qualität liefern für einen günstigen Preis vielleicht doch eine gute LE oder ein tolles Produkt rausgebracht haben, das ich haben möchte. Ich will NEUIGKEITEN hören. Und keine im Vorhinein klaren Dinge.
Naja, ich finde so unrecht hat sie damit nicht. Ich finde die deutschen Blogs müssen sich noch ein wenig weiterentwickeln, Blogs wie zB. dulcecandy sind nun einfach mal um einiges besser und an solchen Blogs gemessen, sehen die deutschen Blogs natürlich etwas fad aus. Klar, hätte sie sich auch netter ausdrücken können, aber meine Güte, es ist irgendeine x- beliebige Zeitschrift, daraus jetzt so einen Aufstand zu machen , finde ich recht albern.
Die Frau hat vollkommen Recht ( und vorallem das Recht auf freie Meinungsäußerung), wenn sie behauptet in Deutschland gäbe es keine wirklich guten Blogs. Was glaubt ihr eigentlich wer ihr seid?!Mal ganz ehrlich!Dasselbe gilt auch für die Youtube Videos!Was Amis und Briten vollbringen können, sowas gibt es bei uns überhaupt nicht. Z.B. Wer kann es mit Michelle Phan aufnehmen? Versteht mich nicht falsch, ich will niemanden verletzten, aber Fakt ist Fakt.Ich schätze trotzdem alle Mädls und Jungs aus DE die bloggen oder Videos drehen!Was mich aber stört ist, dass sie “erwchsenere” Blogs bevorzugt bzw. erwartet. 1. Die meisten Mädls/Jungs die bloggen etc. sind unter 30 also noch SEHR Jung und jugendlich(Nicht das 30 alt wäre, im Gegenteil!). 2.Sollte sie überhaupt Dankbar sein, dass diese Teenies es überhaupt so populär gemacht haben. 3. Definiere den Begriff “Erwachsen”
Genauso sehe ich es auch!
ich finde es geht nicht darum, ob die frau jetzt gesagt hat, dass ihrer meinung nach die deutschen blogs im qualitätsstandart nicht so hoch sind wie blogs aus amiland oder was weiß ich.
aber sie sollte eben nicht alles über einen kamm scheren. wer sagt denn, dass es beim bloggen um “professionalität” geht?!
der charme liegt doch eigentlich darin, dass es eben leute sind, die ihre meinung über bestimmte produkte äußern und sich eben mehr als privatperson sehen und nicht als “werbeplattform” was sie ja auch schön als vorwurf bringt.
ich für meinen teil sehe blogger eben als abwechslung und ergänzung zu irgendwelchen magazinen, wo die redakteure dafür bezahlt werden, die firmenpolitik zu “verkaufen” und das auch mithilfe von professionellem equipment aber dafür eben teils weniger mit herzblut. das merkt man dem artikel deutlich an.
für mich schreit der einfach nur: “wir sind besser! kauft lieber unsere zeitschrift für nen fünfer und sichert unseren job, wie bitter er auch immer sein mag, damit wir nicht auf der straße sitzen, nur weil irgendwelche leute ähnliches aus hobby machen.”
wenn sie das meint, kann sie es auch einfach sagen und nicht nur zwischen den zeilen verstecken und damit leuten ans bein pissen, die noch ein bisschen ehrgefühl haben und nicht alles für 5€ pro stunde machen. da verwechselt sie glaube ich vieles.
und eigentlich schade, dass es jetzt so rüberkommt, als müssten die blogger verständnis für die arme frau und ihre belange haben.
letztenendes sind ja nicht wir es, die hier irgendwelche mutwilligen behauptungen aufstellen und sie für bare münze verscheuern.
das nächste mal sollte die cosmopolitan einfach direkt unterscheiden zwischen leuten, die für ihr geld “arbeiten”/bloggen/artikel verfassen und zwischen leuten, die das als hobby machen und eben nicht jede grütze auf ein blatt klieren, nur, damit sie dafür geld bekommen.
das finde ICH ein bisschen sehr bitter.
Sehr toller Artikel, Lynne!! ♥
Ich lese die Cosmoplotina leider nicht, aber ich schreibe durchaus auch für andere Magazine. Auf den Blos schreibe ich weniger ansprichsvoll, aber sehr viel ehrlicher.
Journalisten haben zu mir gesagt, ich könne mich glücklich schätzen unabhängig zu sein. Das sind wir alle, und wer es nicht ist, legt zu viel wert auf die Meinung der PR Leute oder anderer, die sich im gleichen Bereich tummeln.
Ich wundere mich immer wieder dass mein Blog nicht erwähnt wird – nach sechs Jahren und einer deutlichen Text-Qualität hätte die redakteurin nicht alle über einen Kamm scheren brauchen. Aber Nivea kann man kaufen…
haha der Spruch gefällt mir, ich finde es auch schwierig, es so einseitig zu sehen, und Fakt ist, man kann nicht alles kennen. Insofern ist so eine Aussage immer eher unpassend. Besser wäre gewesen, wenn man gesagt hätte ich habe ihn noch nicht gefunden statt es gibt ihn nicht.
Danke für den Artikel, Lynn.
Jedem passt der Schuh, den er sich anzieht…und, dass sich die Bloggerszene verändert hat, seit große Firmen (und deren PR-Berater/Abteilungen) die Wirkungsweise erkannt haben, habe ich bereits an andere Stelle kritisiert… ich lese euren Blog und den Innen&aussen-Blog auch gerne, es unterhält mich, es lässt mich entspannen…aber ich denke nicht, dass es das an Blog-qualität ist, was die Beauty-Chefin einer großen Frauezeitschrift ( die sich, mal ehrlich gesagt, ja auch eher an folgenden Typ Frau richtet: Karrierefrau, anfang 30) von einem Blog erwartet.
Es ist eben wie in der Literatur: Du kannst einen Thomas Mann nicht mit einer Charlotte Roche vergleichen- und du darfst nicht mit gleichen Maßstäben messen- das einen ist kantonisch- das andere erreicht dennoch die Massen. Das was VS von einem Blog erwartet, findet Sie nicht- und das ist in Ordnung. :)
ein Problem, das oft vergessen wird: Die Maßstäbe, die alle sich wünschen an Qualität kann schon deswegen nicht gehalten werden, weil man nicht dafür bezahlt wird. DAs soll heissen: Wir machen das nebenbei. Hätte man das als Vollzeit Job könnte man ganz anderen Focus legen, vielleicht andere Themen aufgreifen. So läuft es neben dem eigentlichen Job, frißt aber auch schon unglaublich viel Zeit…ich finde Frau Seibold macht es sich dann sehr einfach, wenn sie Maßstäbe eines Profis an die eines Menschen legt, der seinen Blog noch neben seiner Profession betreibt.
Ich habe mir jetzt nicht die Kommentare durchgelesen – nach einem Tag mit einem einjährigen Kind, welches wie ein Duracell Hase hin udn her läuft und eine Impfung hatte, war das nicht mehr in meiner Konzentration :-))
Aber ich habe deinen Post von vorne bis hinten genau gelesen und bin ehrlich gesagt dankbar dafür. Ich habe nämlich die enorme Empörung nicht verstanden. Klar, ansatzweise kann ich die Enttäuschung verstehen, aber es war augenscheinlich ein subjektiver Bericht. Und gerade bei Blogs kann es KEINE ordentliche allgemeingültige Meinung geben. Es gibt immer Highlights die übersehen werden, immer unterschiedliche Meinungen. Ich selbst ahbe mich sowieso nicht angesprochen gefühlt, da ich kaum Produktrezensionen schreibe. Ich lese sie gerne auf vielen Blogs, aber es ist nicht mein ding. Deswegen lässt es mich vielleicht auch so kalt. Aber deine Art, alles zusammen zu fassen und auf den Punkt zu bringen mag ich sehr gern. danke nochmal dafür.
lG
ela
Lieben Dank für dein Feedback, Ela! Die Frage, die ich mir eigentlich immer stelle ist, ob ein Print-Magazin die gleichen subjektiven Perspektiven vermitteln soll oder “darf”, wie ein Blog, der von einer oder mehreren Personen geführt wird. Wo ist man als “angestellter Redakteur” oder “Journalist” zu Objektivität dem Leser gegenüber, der Informationen möchte, verpflichtet und wo darf ich mir “das Recht rausnehmen” und Thesen in den Raum stellen, die es dem Leser aber zunächst schwer machen, gegen- und quer zu recherchieren. Das ist jetzt gar nicht nur in Bezug auf den Cosmo-Artikel gemeint, sondern ganz allgemein. Ich hoffe, du hast einen schönen Sonntag mit deiner Familie! :-) Lynne
Danke fürs Verlinken meines Blogposts.
Ich verstehe dein Problem, aber auch verstehe ich die Empörung über dieses Thema, denn wenn nur Frau Verena Seibold von sich aus alleine schreibt, dass ihr persönlich keine deutschen Beauty Blogs gefallen, ist das trotzdem ein Arschtritt für ALLE deutschsprachigen Beauty Blogs und schon sehr polemisch, dass sie all diese Blogs zugleich als von gefühlten Teenagern gemacht und mit gekauften Meinungen über einen Kamm schert.
Wer die Szene kennt, weiß, dass das eine ziemlich dreiste Behauptung ist.
Aber wer sie nicht kennt, schluckt vermutig diesen Satz ganz, ohne ihn zu hinterfragen.
Natürlich, von einem Insider der Branche den Blog oder die Tweets zu lesen, ist sicher ganz nett.Ein Insider kennt sicher Tipps und Kniffe und kann Produkte empfehlen und zweckentfremden, bei denen uns Normalos erst einmal die Kinlade vor Verwunderung herunterklappt.
Aber ein privater Blog iner Person, die halt nicht in der Branche berufstätig ist, ist für viele auch hilfreich, da diese Meinung meist neutral gewertet werden kann.
Ich denke ganz einfach, dass Insider und private Blogs zwei verschiedene Paar Schuhe sind, die auch gesondert als Thema behandelt werden sollten.
Natürlich ist es schwierig, sich als einzeler Blogger zu etablieren – daher gehen auch Blogs mit zwei oder mehreren Bloggern wie Milk&Honey, Frag die Gurus, Magi-Mania oder Innen&Außen sehr gut auf, weil man dort auch durch die Abwechslung der Autoren, ihre Schreibstile und Interessenfelder hat. Aber dennoch lieben wir, die Blogger sind oder Blogs lesen, auch einfach gerne 1-Personen-Blogs, weil man dort nicht nur schnöde Looks, Dupes, Swatches oder Hauls hat, sondern auch eine greifbare Person hat, die uns als Leser Themen aufbereitet und kommentiert. Dabei geht es oftnur wenig um die Person, sondern eher um das, was sie schreibt. Ich denke, dass ist auch ein Unterschied zwischen Blogs und Youtube – bei Youtube kommt es auch sehr darauf an, wie in einem Video die Themen präsentiert werden und ob uns die Art der Person, die Stimme etc. sympathisch ist. Beim Blog ist es weniger die Person, sondern eher ihr Schreibstil, ihre Textmenge, die Qualität der Fotos. Die Liste könnte man ewig weiterführen …
Ich finde es gut, dass du kein “Nur, was gut aussieht, lese ich”-Kriterium hast. Gerade oft fallen mir nämlich die stylischeren Blogs auf, die sich meist sowohl mit Mode UND Beauty beschäftigen und Pressebilder einfach lieblos ohne jeglichen Kommentar hinklatschen. Warum diese Blogs dann so viel Leser haben, ist mir ein Rätsel. Da lese ich lieber 10 Blogs mit unter 100 Lesern, wo man aufgrund der Textmenge auch den ein oder anderen Tippfehler findet.
Mein persönlicher Wunsch ist, dass auch die Printmedien mal die größeren der deutschen Beautyblog zu schätzen lernen würden.
Frag die Gurus war ja immerhin schon in einer Gala Style vertreten und genauso würde ich mich freuen, wenn auch andere, große und qualitativ gute Blogs in den Zeitschriften auftauchen!
Und warum nicht einfach mal eine “private Bloggerin” als Kollumnistin einsetzen für eine Zeitschrift und so kooperieren?
Es wundert mich eigentlich, dass bislang keine Zeitschrift auf diese Idee kam.
Was bedeutet denn Gedanken-Outlet? Hört sich für mich etwas komisch an.
Im Grunde ähnlich eines Wortspiels aus “Media Outlet” und “Gedanken-Spielplatz”. Eine Plattform, wo man seine Gedanken, Ideen und die eigene Perspektive auf Dinge teilen kann.
Diese ganze Diskussion ist zum Großteil an mir vorbei gegangen. Warum? Ich hab die Cosmo noch nie gekauft, lese sie nicht (höchstens beim Arzt) und interessiere mich nicht für sie. Ich empfinde Zeitschriften wie diese als oberflächlich und wenig hilfreich. Die Fragen, die ich habe, werden dort nicht geklärt. Daher verfolge ich Beauty blogs mit regem Interesse, denn sie zeigen mir die ungeschönte Wahrheit fernab von Promofotos und nichtssagenden Produktbeschreibungen. Weiterhin halte ich es für wenig sinnvoll heute noch Geld für Zeitschriften zu investieren, die morgen schreiben, was ich heute bereits auf Blogs lesen kann.
Habe den Artikel nun nachträglich auch gelesen, und sehe das ähnlich wie Frau Kirschvogel. Frau Seybold reagiert mit einer Pampigkeit, die ich nur von Leuten mit zu wenig Geduld kenne. Dass sich die Bloggerszene hier erst noch entwickeln muss, mag stimmen. Das muss jeder für sich selbst entscheiden. Wir haben hier ein paar sehr hilfreiche und gute Blogs, aber diese Leuchtfeuer an Qualität sind eben noch selten. Was vielleicht auch daran liegt, dass Unternehmen hierzulande erst allmählich beginnen, auf Blogger zuzugehen und sie als Marketingtool für sich entdecken. Die großen Marken machen es vor, aber es ist eben noch nicht bei allen angekommen, dass es sich lohnt in Social Media zu investieren.
Dennoch sehe ich das ganz pragmatisch: Ich habe lieber einen durchschnittlichen Beauty Blog voller Glaubwürdigkeit, als ein durchkommerzialisiertes Magazin, dass a) zu langsam und b) relativ inhaltslos ist.
Sorry, Frau Seybold. Mein “Anspruch” ist zu hoch für die Cosmo.
“Sorry, Frau Seybold. Mein “Anspruch” ist zu hoch für die Cosmo.” TeaTimeGirl
Das möchte ich so unterschreiben.
Ich muss zugeben, dass ich bis heute weder eine Cosmo gekauft, noch in einer geblättert habe, und das sagt glaube ich alles aus, was zu dem Thema zu sagen ist. Abgesehen davon weiß ich nicht, ob ich da überhaupt noch reinschauen möchte.
Jeder kann seine Meinung haben und das ist auch gut so, nur sollte man sich doch vorher vielleicht etwas besser informieren, bevor man alle Blogger derart negativ gleichstellt.
Auch schön, dass alle ausländischen Blogger alle “coolen” Sachen mal so aus den Ärmeln schütteln können. Das meiste erscheint dort auch früher, als bei uns hier in Deutschland. -_-
Das, was ich z.B. über die letzten Jahre durch die ganzen Blogs (egal, ob deutsch oder ausländisch) an Tipps & Tricks aufgenommen habe, kann mir keine Zeitschrift der Welt bieten und dafür bin ich jedenfalls sehr dankbar.
LG
ich habe das auch vor ein paar Tagen mitbekommen und war etwas aufgerüttelt, aber auch nicht zu sehr. Man darf nicht vergessen, dass die Zielgrupper der Cosmopolitan einfach eine andere ist. Eine, die älter ist und mehr Geld hat. Insofern kann ich nachvollziehen, wenn Du schreibst, dass es eben ihre subjektive Meinung ist. Dennoch verstehe ich auch die andere Seite, die beklagt, dass nicht genug recherchiert wurde. Denn es gibt natürlich auch gute deutsche Blogs. Da gibt es meiner Meinung nach überhaupt keine Diskussion.
Das eigentliche Problem besteht m.E. darin, dass nicht ganz klar ist, was die Kriterien der Cosmopolitan Autorin sind, anhand derer sie einen guten Blog beurteilt. Geht es um teure und hochprofessionell gemachte Blogs? Oder geht es um Kreativität?
Mir scheint es ihr in erster Linie um Professionalität und High-End zu gehen und weniger um Kreativität. Und das ist sehr schade.
Naja, ich habe mir auch schon seit geraumer Zeit keine Frauenzeitschrift mehr gekauft, weil mir die Beauty-Inhalte zumeist bekannt sind und ich auch selten mit etwas Neuem oder Innovativem überrascht werde.
Insofern lese ich aus Frau Seybolds Artikel noch etwas anderes heraus: Frustration darüber, wie schnell das neue Medium Blog den “alten Hasen” den Rang abläuft. Blogs werden immer flexibler, schneller und persönlicher sein als Printmedien. Blogger und Leser treffen auf einer sehr speziellen Ebene zusammen. Soll heißen: für jeden Leser findet sich ein passender Blog und vice versa. Zeitschriften sind glattgespülte Massenmedien, die diesen Facettenreichtum und diese Tiefe schlicht nicht leisten können.
Viele Deiner Punkte entsprechen meiner persönlichen Meinung. Dennoch finde ich es fragwürdig, was Frau Seybold da in (G)eifer des Gefechts von sich gibt. Es lässt auf eine gewisse Arroganz und Engstirnigkeit schließen. Wo ist die vielgerühmte Neugierde und intellektuelle (Welt)offenheit der Journalisten geblieben?
Wenn wir Material und Neuheiten recherchieren, orientieren wir uns wohl alle nach oben. Ich möchte aber nicht nur wissen, welche Firma gerade welche Kollektion auf den Markt schmeißt. Ich möchte wissen, wie die Farben in Natura aussehen, wie es sich mit der Qualität der Produkte verhält und welche Erfahrungen unterschiedliche Frauen damit gemacht haben. Es gibt soviel mehr gute Gründe, auch deutsche Beauty-Blogs zu lesen: Glaubwürdigkeit, Erfahrungswerte, Persönlichkeiten sind nur drei davon.
Und abschließend: Frau Seybold erkennt den Bloggern ihr kostbarstes Gut ab – ihrer Glaubwürdigkeit -, indem sie sie über einen Kamm schert und quasi als rückgrat- und meinungslose, PR-Sample-geile Huren der Kosmetikindustrie darstellt. Das ist unter aller Sau und sollte nicht verharmlost werden.
dito, haargenauso sehe ich ess auch!
leute die geld für ihren job kriegen stempeln leute, die etwas aus privatem antrieb machen als geldgeile säcke ab, die ihre meinung verkaufen.
ein bisschen zweideutig von ihr. fast schon selbstironisch.
My 2 Cents:
Ich glaube, du hast Recht wenn du sagst, dass Frau Seibold sich in anderen Sphären bewegt. Sie ist eben ein Profi, Journalistin für ein Lifestyle-Magazin. Und sie schreibt über eben ihre Favoriten im Web im Bereich Beauty. Ganz klar, dass diese Frau innovative Tipps sucht, den Blick auf Neuigkeiten und Individuelles richtet. Kein Grund sich aufzuregen.
Es ist nun mal so, dass 99% der deutschen Blogs in diesem Bereich Kosmetikprodukte vorstellen, ausprobieren und (nicht) empfehlen. Dabei bekomme ich als Leser aber nichts weiter als das. Keine brandheißen (evtl. selbst entwickelten) Ideen, Tipps und Tricks. Logisch, wie auch. Diese Mädchen haben keine Labs, in denen sie neue Formulierungen entwickeln können. Genauso wenig können sie in der Welt herum jetten. Frau Seibold hat absolut das Recht zu sagen, dass sie Blogs, die ihr das nicht liefern, nicht interessieren.
Euer Blog z.B. bietet mir das eigentlich auch nicht. Warum ich hier trotzdem täglich reinschaue? Weil ich hier als normale Verbraucherin einen super Überblick über neue Produkte von Marken, die ich mag, bekomme. Fertig.
Den offenen Brief von Katrin finde ich übrigens mehr als zickig und bestätigt in meinen Augen das Bild der Teenagerbloggerin, dass sich Frau Seibold gemacht hat.
!
Gleiche Meinung.
Deutsche Blogs sind Anfix-Blogs, wo sich Produkte wiederholen, welche sich schon bewehrt haben. Neue Trends lese ich auf deutschen Blogs erst Monate verspätet.
Lesen tun wir sie aus anderen Gründen als die Journalistin :)
… dazu wehrt sich Lynn gegen Argumente, welche gar nicht gefallen sind (z.B. gelerntes Schreiben) – das hört sich Bewusstsein der Schwäche an, aber ist Thema verfehlt.
liebe kirsten,
danke dafür, dass du deine meinung mit uns teilst.
leider sehe ich das mal ganz, ganz anders.
bei vielen privaten blogs finde ich neuheiten, zum beispiel den beautyblender oder dinge, die in zeitschriften schon lang in vergessenheit geraten sind, z.b. grünstichigen concealer gegen rötungen.
auf einem blog sehe ich genau solche mädels wie mich, die sich dann hinstellen und genau dokumentieren, wie man die produkte anzuwenden hat/wie man darüber hinaus und mit was für einem erfolg variieren kann. sowas bietet mir persönlich keine zeitschrift.
und da mich irgendwelche reise-berichte aus hongkong und sonst wo nicht interessieren, in denen einfach nur steht, welches label wo nen messestand hatte, fällt es mir auch nicht schwer, drauf zu verzichten.
ist sicherlich ne ganz tolle erfahrung für redakteure, wenn sie für umme mal die welt kennenlernen dürfen, aber dann lese ich lieber von leuten, die irgendwelche historischen/politisch relevanten themen aufarbeiten und wirklich was (wichtiges) gesehen haben und sich nicht nur mit nem champagner-glässchen auf nem verkaufs-event rumdrücken (auf dem dann noch die cousine von c-promi XY war, um ihre tüte an werbeprodukten abzuräumen).
Jetzt mal ehrlich, wie kann man sich denn auch nur im geringsten angepi**t fühlen, wenn irgend so ein Schreiberling( line), die eh Jenseits von Gut und Böse sein wird, meckert, dass es keine guten Blocks in Deutschland gibt. Habe die Aufregung auf Twitter schon nicht verstanden. Ich mein, wir sind nur ein kleiner Blog, und bilden uns da auch nichts ein, aber den großen Blogs hätte ich da schon mehr Selbstbewusstsein zugetraut. Und den Artikel hätte ich mit dem gestraft, was er verdient, völlige Ignoranz!
LG, dee
Kannst du mir folgenden Absatz nochmal verdeutlichen, bitte?
“Die Fronten-Bildung bei dieser ganzen Angelegenheit ist mit (Mir?) recht interessant aufgefallen. Runtergebrochen (was soll runtergebrochen aussagen?) scheint es für einen nicht unerheblichen Teil der Leute, die sich bislang aktiv zu Wort meldeten, nur Schwarz oder Weiß zu geben. ”
Ansonsten netter Artikel, wobei ich auf deine persönlichen Hintergründe verzichten kann.
Vor allem wenn du schreibst, das du selbst auf diese Art keinen Wert legst, solltest du die Selbstdarstellung einfach weglassen.
Zum Thema, natürlich wettert die Cosmo gegen Blogs, schließlich wird es so sein, das in Zukunft das Internet die Magazine völlig ablöst, ist jetzt schon abzusehen. Das eine Frau, die Jahre nichts anderes gemacht hat, sich nicht aus ihrem gemütlichen Sitz vertrieben sehen will, ist nachvollziehbar. Mir tut sie ein wenig leid.
Hallo liebe Nicole!
Gerne ich ich noch mal auf den angesprochenen Absatz ein.
Das sollte “mir”, statt “mit” heißen. Völlig richtig gesehen. Korrigiere ich gleich im Anschluss an diesen Kommentar mal eben. Danke dir!
Zur Aussage: “Runtergebrochen” bezieht sich darauf, wenn ich aus der ganzen Menge an aktiven Stimmen zum Thema teile zwischen den ganzen Statements. Welche Kernaussage bleibt am Ende überwiegend stehen, wenn man das drumherum abzieht. Und ich glaube für mein Empfinden herausgelesen zu haben, dass viele beleidigt waren und in ihrem Argwohn die andere Seite der Geschichte gar nicht mehr bedacht haben – zumindest ließen die Kommentare, die ich auf anderen Blogs las, so einen Rückschluss zu. Dabei finde ich es stets wichtig, beide Seiten zu beleuchten, da man oftmals dann im Graubereich landet. Ob einem das gefällt oder nicht, ist dann natürlich wieder eine andere Sache. :-) Und nicht jeder kann vielleicht beide Seiten berücksichtigen, denn nicht jeder kann sich in beide Betrachtungsweisen einfühlen, weil ihm z.B. wichtige Hintergrundinfos schlicht fehlen und das ist auch nicht tragisch.
Was meine subjektive Note in diesem Blog Post betrifft: Ich habe diese bewusst einfließen lassen, denn es ist ja “mein” Blog Post. Blogs haben ohnehin den Ursprung in der subjektiven Schreibe und dies ist ein Medium, wo ich denke, dass persönliche Gedanken absolut ihren Platz haben. Dem gegenüber steht das Medium “(Print-)Magazin”. Ein Magazin kann unterhalten, informieren, aufklären, berichten, … Aber in wie weit kommt dieses Medium mit einem blauen Auge davon, wenn ein Redakteur zu arg subjektiv Stellung bezieht und die Objektivität außen vor lässt, dem Leser nicht beide Seite aufführt, sondern nur für sich spricht? In einer “Kolumne” wäre das absolut vertretbar, aber wie sieht es in der Artikelform aus? Das ist ein Aspekt, den ich mit meinem Post vielleicht nicht deutlich genug machte, der aber durchaus mich zum Denken mit angeregt hat. Das Thema “Moral und Ethik im Journalismus” hat einen so langen Bart und klingt überdramatisch in dem Zusammen hang, finde ich. Der normale Leser braucht sich auch eigentlich nicht damit auseinander zu setzen, es gilt da wohl vielmehr für die Schreiber der breitmassigen Publikationen, ob sie sich daran halten und wie sie das umsetzen möchte und können. Verlagsvorgaben, Redaktionsrichtlinien, welcher Ziel verfolgt man mit welchem Artikel, … Womöglich war Frau Seibold in diesem konkreten Fall nicht mal bewusst, dass ihr Artikel ein wenig Unmut auf sich ziehen könnte.
Sie schreibt allerdings auch beim Blog von Cosmopolitan mit. Da hätte ich persönlich ihren subjektiven Artikel viel besser aufgehoben gesehen, da man direkt einen Rückkanal als Leser hätte nutzen, um sich dort unkompliziert zu Wort melden und womöglich in einen Dialog hätte treten können. Ein Print-Magazin ist hingegen ein einseitiges Medium.
Liebe Lynne:
Erstmal danke für die Erklärungen, “runtergebrochen” hatte ich persönlich als Wort so nicht im Kopf. Was meine Frage für dich vielleicht ein wenig erklärt. Habe ich in solchen Zusammenhängen einfach noch nie gelesen oder gehört.
Du hast völlig Recht, das Frau Seibold hier zu weit gegangen ist, vor allem in einem Printmedium. Manchmal kommt Sarkasmus einfach nicht rüber in geschriebener Form. Dies sollte mein letzter Satz eigentlich rüberbringen. Schade.
Übrigens ist mir in deinem Arktikel nicht die Subjektivität aufgestoßen, sondern, das du erst gegen die Leute argumentierst, die sich bewusst in den Vordergrund stellen und dann doch selber ein wenig in diese Richtung gehst. Daher schrieb ich “solltest du die Selbstdarstellung weglassen”. Das Blogs subjektiv sind, ist unbestreitbar.
Ansonsten ist dein Artikel informativ. Dieser Absatz brachte mich jedoch weit ab vom eingentlichen Thema, was mich persönlich, ganz subjektiv ;) störte.
Aber dafür gibt es ja die Kommentarfunktion, die man nutzen kann und dann so nett und erläuternd auf diese Einwände eingegangen werden kann. :)
Gespannt bin ich aber, ob Frau Seibold sich in der nächsten Ausgabe der Cosmo in irgendeiner Form äußern wird.
dito!
unabhängiger und abhängiger journalismus sind zwei seiten. da sollte man betrachten, wer wem was vorwirft und wer die besseren argumente hat. sowas gehört meiner meinung nach unabdingbar zum (unabhängigen) JOURNALISMUS: man muss reflektieren können und ein thema umfassend beleuchten und nicht nur seine sicht der dinge wiedergeben. wenn man das schon seine “privat”-meinung äußert, sollte man wenigstens deutlich machen, was einen dazu bringt, sowas zu denken/zu schreiben/zu verkaufen. besonders, wenn es ein artikel und kein kurzes persönliches statement ist!
in diesen überteuerten Zeitschriften ist die Beschreibung der Produkte sprachlich so ausgeschmückt, dass man als Mensch gar nicht anders kann als zu denken “wow, Zauberprodukt – will ich”. In den Internetblogs wird eben meistens wirklich die Wirkung einer Produkts dargestellt. Man tauscht sich aus und vermeidet so überteuerte Fehlkäuft. Bei solchen Zeitungsartikeln kann man nur den Kopf schütteln..
Ein sehr sehr schöner Artikel. Ich habe den Bericht in der Cosmo gelesen und fand ihn ehrlich gesagt auch daneben. Die Cosmopolitan an sich wird immer schlechter. Es macht keinen Spaß mehr – mir Trends anzusehen die jetzt gerade total “neu” .. total “angesagt” sind, wenn ich sie schon vor Monaten auf deutschen Blogs entdeckt habe. Und der besagte Artikel ist einfach schlecht recherchiert und sehr lieblos.
Seit dem ich angefangen habe blogs zu lesen und zu abonnieren, langeweile ich mich beim Lesen solcher zeitschriften zeitweise sehr. Sie hinken hinter her, sie machen immer nur die gleichen looks und frisuren mit schlechten anleitungen, die ohne wissen, kaum zu durchschauen sind.
ich weiss nicht ob man das in einen zusammenhang setzen kann, damit dass diese redakteurin so scharf an deutschen blogs rum kritisiert, aber mir stößt das sehr auf.
Danke Lynne für deine Stellungnahme! Bei mir (ganz subjektiv) hat die Cosmo soviel Wert wie Wollmäuse. Der Inhalt ist so fürchterlich aufgeschäumt und dabei so entsetzlich nichtssagend und leer.
Das die Meinung der Blogger gekauft ist/sei, müssen sich die Blogger selber doch bitte am allerwenigsten von der Cosmo vorwerfen lassen, die sich zu wieviel Prozent aus Werbung finanziert?
Lediglich das “sind gefühlt von Teenagern für Teenager geschrieben” kann ich ein kleines bißchen nachvollziehen, da der ein oder andere Blog bei oberflächlicher Betrachtung der Artikel und der Kommentare dazu durchaus diese Wirkung auch bei mir hinterlässt. Ich ziehe durchaus Blogs vor, wo der “Ton” auch in den Kommentaren etwas erwachsener ist.
Aber vielleicht macht Frau Seibold “erwachsener” lediglich am Preis der angepriesenen Produkte fest, würde ins Image der Cosmo passen…
Dein Artikel ist Super toll geschrieben. Ich lese euren wie ich finde BLOG Super gerne. Ich finde die Vielfalt toll nd mag euch alle gern :)
Ich sehe es so: die Vielfalt macht die bloggerszene aus. Ich selber habe keinen beautyblog, lese aber viel umd schaue Youtube. Viele Leute fixen mich dauernd an… High end oder dornigere und für alles gibt es gute Leute. Ich
Ersönlich schaue mir lieber eine review an von jemandem der ein Produkt getestet hat und kaufe es oder hält auch nicht, anstatt das etwas n einer Zeitung steht die Geld bekommen….
Ich verstehe nicht warum ein Hobby zu streß werden muss… Naja macht weiter so wie ihr seid :)
Lg nette
“sich von PR-Abteilungen mit Produkten versorgen lassen, um dann ohne eigene, ehrliche Meinung darüber zu berichten.”
ist ja leider oft auch so :( Ich meine jetzt nicht, dass da oft gelogen wird (vor allem nicht hier!!), aber viele posten einfach nur dann die Swatches davon ohne eigene Meinung. Wieso? Wieso sollte ich kostenlos Werbung für irgendwelche Unternehmen machen?!
jup. solche leute finde ich erstens unverschämt, weil sie andere ja einfach nur um die “ehrliche meinung” bescheißen, die sie eben als blog abliefern sollten.
wenn es schon so ist, dass die eigene meinung gekauft ist sollte man wenigstens die cojones haben, das zu sagen.
je nachdem kann der leser ja immernoch entscheiden, welcher art von meinung er mehr traut. der übergeordneten oder derjenigen, die direkt aus eigener quelle stammt.
übrigens finde ich, sollten auch mal zeitschriften drüber nachdenken, in wie weit sie werbung als werbung kennzeichnen, und ob sie der teils angeblich selbst auferlegten transparenz auch nachkommen.
Ich empfinde den zitierten Absatz aus dem Artikel als völlig fehl am Platz in der Cosmopolitan. So kann Frau Seibold mit Ihren Redakteurinnen-Freundinnen darüber sprechen (ob sie damit Recht hat oder nicht sei dahingestellt), aber ich finde nicht dass ihre persönliche Meinung in dieser Art und Weise in so ein Blatt gehört. Da sollte Sie mal überlegen wer die Käufer des Blattes sind, denn davon hat sie damit sicher den ein oder anderen vor den Kopf gestossen.
Die eigene, ehrliche Meinung zu bestimmten Produkten habe ich in Blättern wie der Cosmopolitan noch nie gelesen, ich sehe immer nur LE-Produkte präsentiert, die man schon gar nicht mehr kaufen kann, weil die LE schon vor 2 Monaten rauskam….
Gut geschrieben!
als ich den artikel gelesen habe, stand mir zwar erst der mund offen, aber dann musste ich lachen…
genau das wollen die doch – provozieren!
und ich als “kleine bloggerin” werd mich davon nicht runterziehen lassen, im gegenteil.
cosmo hat wohl zu wenig blättchen verkauft *hihi*
LG
viel lustiger ist ja, dass es trotz ihrer provokation nicht mehr verkäufe werden.
es ist nicht mehr wie früher, dass sich jeder, der von nem skandal in der zeitung hört zum kiosk rennt.
heutzutage machste google auf und gibst die schlagworte ein, da kriegst du dann tagesfrisch die besten/beklopptesten zitat auf dem silbertablett serviert. und kannst selbst mit einsteigen, falls du ein bedürfnis hast, irgend ner weltfernen tante nochmal deine meinung zu sagen.
das ist ne möglichkeit, die es früher leider nicht gab. früher musste man dann das käseblatt für nen fünfer kaufen, um zuhause zu sitzen und sich in seinen vier wänden zu ärgern.
das ist der nachteil, wenn man als journalist bei den printmedien hockt.. man muss sehen, wie man leute noch dazu kriegt, geld auszugeben, um den eigenen stuhl zu sichern, bis ne 5 jahre jüngere kommt, die 2 euro billiger ist.
finde ich sehr gut geschrieben!
jap, ich stimme dir 100% zu!
das unschöne an den zitaten oben ist dieser teil, finde ich: “[...]ohne eigene, ehrliche meinung [...]”
zusammen mit dem “sich von PR-Abteilungen mit Produkten versorgen lassen” davor kööönnte man es jetzt so interpretieren, dass die dame gleich mal mindestens den blogs, die sie kennt, unterstellt, diese würden sich von den firmen kaufen lassen und ihnen nach dem reden bzw. schreiben.
ziemlich böse unterstellung, finde ich. oder ich lese daraus zu viel.
nach dem MUND reden, wollte ich schreiben.
Die hat wohl Angst, dass ihr ach so tolles Magazin gegen OBJEKTIVE Blogs verliert – die stellt doch nur teure Produkte vor, die ihr in den Arsch geschoben wurden. Solche verblödenden Weibermagazine, die von arroganten, frustrierten “Beauty Chefs” (aha, ein Schönheitskoch? Da kann wohl jemand kein Englisch? Tolle journalistische Leistung, nein wirklich) geschrieben werden und wo einem z.B. potthässliche Klamotten für tausende Euro als die neuen “Must-Haves” serviert werden, konnte ich noch nie leiden. Da geht es um Marken und Geld, nicht um die Qualität der Produkte. Wenn das nicht erbärmlich, oberflächlich, unreflektiert und “teeniehaft” ist!
Wieso geht die Schönheitsköchin nicht gleich zur BILD, da wäre sie mit “Journalisten” auf ihrem Nivau zusammen. So schlampig zu recherchieren und von nix ne Ahnung zu haben aber einfach mal die Fresse aufreißen – vielleicht sollte man die auch zu RTL schicken.
sehr gut geschrieben!
ne meinung, mit der ich mich zu 100 prozent identifizieren kann und die es auch genau so auf den punkt bringt, wie frau “wie-war-nochmal-der-name”?!
das einzig gute ist, dass den namen der frau und ihre bekloppten behauptungen morgen keiner mehr kennt, im endeffekt macht sie mit ihrer sinnlosen, oberflächlichen negativ-werbung noch das gegenteil, nämlich bringt denen die aufmerksamkeit, die eh schon an ihrem stuhl sägen.
wahrscheinlich war sie auch ein wenig pissig, wie viele leute, die sich in der szene rumtreiben, paddy, me, magi und so weiter kennen, aber niemand jemals ihren namen kennen wird.. und schon garnicht 10.000 leute. (die zahl spiegelt jetzt keine statistische summe wieder, sondern ist einfach nur beispielhaft gewählt ;) )
Ich danke dir für diesen Artikel aus der Sicht eines Profis aufgrund deines Jobs gepaart mit der eines Bloggers.
Ich denke, dass jeder da draußen sich etwas anderes unter dem Begriff des Bloggers vorstellt: der eine spielt gerne mit PR-Mitteilungen, der andere bloggt mitten aus seinem Leben heraus.
Zwar fand ich den Artikel von Frau Seibold nicht genug von beiden Seiten beleuchtet, aber aufgrund ihrer Tätigkeit hat sie eventuell noch gar nicht die von dir zitierten Blogs entdeckt. Dies sehe ich durch die Erfahrung auf Events bestätigt, wenn eine Firma mir bei einem Treffen mitteilt, wie schwierig es ist, sich als Neuling in der Blogsphäre zurecht zu finden und man gar nicht wisse, wo man suchen soll.
Ich würde mich jedoch, wie alle, die mit ganzem Herzen bei der Sache sind, über eine Reaktion seitens der Redaktion freuen.
Naja, offensichtlich ist dieser Artikel dieser Dame aber geglückt, sie hat nun die Aufmerksamkeit vieler Mädels auf sich gezogen und ist schätze ich mal zufrieden.
Davon mal abgesehen, ist die Aussage der Cosmopolitan einfach auch wahr – wenn wir alle mal ehrlich zu uns selbst sind, gesteht man sich das auch ein. Jeder zweite Blog wird von irgendwelchen Mädels sämtlichen kategorischen Altersklassen geführt und stellt doch mittlerweile nichts besonderes mehr dar – jetzt mal unabhängig welche Preisklassen man da durchkaut.. ob Highend oder Drogerieartikel.
Es ist kein Geheimnis, dass bekannte Blogger oder YouTuber kostenlose Artikel von Firmen zugeschickt bekommen, in Massen, die Leute für diese Firmen auch noch werben und im Grunde davon profitieren insofern verstehe ich jetzt nicht warum sich genau diese Leute jetzt auch noch darüber beschweren NUR weil eine Redakteurin sich einen Kommentar nicht verkneifen konnte der einfach die Wahrheit darstellt.
Ihr spricht nun mal zum größten Teil Teenager an die gerade in diese Kosmetikphase eintauchen oder eben Jugendliche, aber eher selten junge Erwachsene. Vielleicht ist das nicht mal herabsetzend gemeint worden von dieser Redakteurin.
Ist halt die Frage ob man sich künstlich an so einer Aussage hochziehen möchte, oder einfach dazu schweigt weil alle wissen dass sie Recht hat und keiner wird sich das eingestehen weil 90% der Leute einfach nur noch gierig sind.
Auf eine Reaktion könnt ihr glaube ich lange warten, würde dem auch nichts weiter zufügen. Warum auch, höchstens um weitere Leser zu erhaschen. Thats Life Baby! Ist nun mal so, dass vergessen glaue ich hier die meisten!
daumen hoch
Genau so sehe ich das auch!!!
Ich bin anderer Meinung und finde auch nicht, das Verena Seibold da Recht da und man da irgendwas eingestehen muss. Den Vorwurf, den du hier beschreibst, kann man nämlich auch so 1:1 auf die britischen und amerikanischen Beautyblogger übertragen und nicht wie in dem Cosmo-Artikel dargestellt nur auf die Deutschen…
Sehr schöner Artikel Lynne, toll ausformuliert.
Stimme dem zu, dass sich diese Frau scheinbar nicht gut genug mit dem Thema beschäftigt hat.
Natürlich sind nicht alle “Teenie-Blogs” professionell aber das ist doch das schöne daran, wenn Mädchen wie wir alle dahinter sitzen und ihre Leidenschaft für Kosmetik zeigen und mit hilfreichen Reviews uns anderen Mädels helfen.
Eigentlich lese ich fast nur “unprofessionellen” Blogs, da ich die sehr sympathisch finde und auch sie mir helfen und mich inspirieren.
Und viele genau dieser Blogs sind ein gutes Gegenbeispiel für Frau Seibolds (meiner meinung nach etwas überheblicher) meinung über uns Blogger.
ähm der link zu magimania ist bissl falsch oder??? :D:D:D
ich glaube schon, sieht nicht wie die gute magi aus xD xD
Als ich die Welle über den Artikel in der Cosmo mitbekam, hab ich auch erstmal gedacht: OK, musste das sein?! Warum schreibt diese Redakteurin das?
Ehrliche Meinung: ?!
Das Aufbauschen dieses Artikels empfand ich als etwas übertrieben. Medien provozieren gerne, das wissen wir alle.
Ich muss aber ehrlich zugeben, dass ich vielleicht vor einiger Zeit auch noch etwas anders reagiert hätte, mit weniger Coolness vielleicht. Subjektiv gefühlt.
Ich für meinen Teil lese im Durchschnitt mehr ausländische Blogs als deutsche, gerade auch was die Fashionblogger angeht. Das heißt nicht, dass ich wenige deutsche Blogs lese, sondern einfach nur , das diese Blogs in meinem Reader deutlich in der Minderheit liegen.
Woran liegt das?
Ich denke es kommt auch auf die Präferenzen des Lesers an. Es gibt verschiedene Dinge an Themen die mich interessieren:
* High End Kosmetik , die Releases sind im Ausland vor unserer Zeit und somit sind ausländische Blogs aktueller
*Fashion , gerade was die Mode für fülligere Frauen angeht, gibt es im Ausland wunderbare sogenannte “Fatshion” Blogs, ich habe in Deutschland noch keinen entdeckt der mir in seiner Qualität und die Bilder aufzubereiten gefallen hätte. Ich muss zugeben bei Fashion habe ich durchaus den Anspruch, dass mir die Bilder durchaus gefallen müssen.
* Deutsche Drogeriekosmetik ! Das haben wir den ausländischen Blogs allen voraus, diese Thematik findet man nur hier, und deswegen ist es wohl auch so, dass sich der ein oder andere deutsche Beauty Blog in meinem Reader befindet
Natürlich gibt es viele sehr gute deutsche Blogs die unheimlich bereichern, was aber nichts daran ändert, dass meiner Meinung nach die Bloggerszene in anderen Ländern bereits deutlich anerkannter ist, und vor allem auch akzeptierter. Weil sie einige Vorreiter hatten, die das Medium “BLOG” zu Hochglanz aufpolieren konnten.
Wir hinken einfach ein wenig hinterher. Time will tell.
Und um nicht zu vergessen:
Es kommt auch durchaus darauf an, wer seine Meinung kundtut, und was er von einem Blog erwartet. Die Redakteurin, ist sicherlich keine Frau der klassischen Zielgruppe eines “normalen” Beautyblogs. Sie hat für eine andere Zielgruppe gesprochen…
LG, Mara. <3
Volle Zustimmung. Danke f. diesen Kommentar!
Ich sehe das genauso.Sehr guter Artikel Lynne.
mal davon abgesehen, dass ich auf die cosmopolitan nichts geben.. es ist, wie du schon gesagt hast, die subjektive einschätzung dieser redakteurin. nicht mehr und nicht weniger.
nicht jeder kann/ soll/ muss euch toll finden ;)
Toll geschrieben!!!! Den Cosmo-Artikel habe ich (noch) nicht gelesen – aber vielleicht kann ich sogar ein wenig nachvollziehen, wie jemand zu so einer Meinung kommen kann.
Denn ich bin ja erst vor kurzem zum Bloggen gekommen und habe mich vorher gar nicht für Blogs interessiert. Und bis dahin waren für mich auch eher die Meinungen von Beauty-Redakteuren das Maß der Dinge.
Das hat sich – seitdem ich Blogs lese – gravierend geändert. Und ich habe für mich nicht einfach die bisher die Maßstäbe setzenden Beauty-Redakteure durch “Star-Blogger” ersetzt, sondern schätze den unterschiedlichen Stil und die Mischung der verschiedenen Charaktere der unterschiedlichen Blog-Schreiber sehr.
Dafür muß man sich aber auch darauf einlassen können, braucht dafür schon etwas Zeit und vor allem auch den Wunsch, nicht einfach irgendjemandem nachzulaufen, sondern aus all dem etwas Eigenes und Individuelles zu machen.
Wenn man das nicht hat und auch gar nicht möchte, dann findet man in der Blogger Szene vielleicht auch nicht das, wonach man gesucht hat. Und das mag ja schade für diejenigen sein. Aber viele andere, zu denen ich inzwischen auch gehöre, mögen es so!!!
Ich habe zwar keinen offenen Brief, dafür aber einen ganz persönlichen an die Cosmo geschrieben, weil mich der Artikel auch ein wenig aufgeregt hat. Frau Seibold hat mir jedoch eine sehr nette E-Mail geschrieben und Ihren Standpunkt erläutert. Ich fand es schön, dass sie sich offenbar tatsächlich mit meiner Kritik auseinandergesetzt hat und kann ihren Beitrag jetzt besser nachvollziehen.
Man muss vermutlich einfach unterscheiden VON wem ein Blog ist und FÜR wen ein solcher ist. Ich kann doch kaum die gleichen Ansprüche an einen Blog haben wie ein Profi, denke ich mir. Nur über einen Kamm geschert zu werden, finde ich nicht Ordnung.
Jedenfalls werde ich auch weiterhin meinen Blog schreiben, weil mir bewusst ist, dass ihn nicht für Profis, sondern für Frauen wie mich schreibe: Frauen, die etwas mehr aus sich machen wollen und vielleicht nicht wissen wie oder die mich auf meinem Weg vom Entlein zum Schwan begleiten möchten.
Vielen Dank, Lynne, für Deinen tollen Post.
wollte frau seibold damit jetzt sagen, dass makeup-artists die cosmopolitan lesen?!
da kann ich irgendwie nur laut lachen.
Ich schlafe bei deinem Schreibstil leider fast ein und frage mich, was genau du jetzt mit deinem Beitrag erreichen wolltest?!
Ich fürchte, um Dein Leseverständnis ist es nicht so gut bestellt, wenn Du nicht nachvollziehen kannst, was Lynne schreibt.
Ich finde, die Cosmopolitan hat nichts mit irgendwie ernstzunehmendem Journalismus zu tun, weil sie ihrerseits ihre Leser nicht ernstnimmt, wenn sie so schlampig recherchiert.
Ich bin sicher es wird eine ermüdende Stellungnahme kommen, in der darauf hingewiesen wird, dass es sich hier um eine subjektive Meinung handelt und Frau Seibold keineswegs die Deutsche Bloggerszene entwerten wollte bla bla bla…
Mich stört an diesem Artikel eigentlich am meisten, dass ich den Teil in dem sie die deutsche Bloggerwelt abwertet als unnötig empfinde.
Eigentlich geht es ja um ihre Empfehlungen, was denn lesenswerte Blogs, Websites und Twitter-Accounts sind. Das hätte doch auch durchaus ausgereicht, warum also zusätzlich alle anderen abwerten? Ich fand den Artikel nämlich eigentlich spannend, weil man ja immer auf der Suche nach neuen Inspirationsquellen ist. Lob ist doch etwas feines, aber warum man andere zerreißen muss verstehe ich nicht.
Deinen Post finde ich sehr gut verfasst. Du schaffst es das ganze mit dem nötigen Abstand zu betrachten :)
Zuerst: Lynne, du schreibst einfach fantastisch!
Okay, dass man eine andere Sicht auf einen Blog hat, von dem man nun weiß, er wird von einer 14jährigen geschrieben ist verständlich.
Jedoch gibt es davon wirklich nicht Unmengen. Ich verstehe nicht genau wie sie Teenie Blogs definiert? Ich persönlich habe kein Problem damit Blogs von jüngeren (zumal ich auch “erst” 19 werde) zu lesen. Natürlich sind sie nicht immer professionell, jedoch finde ich das überhaupt nicht schlimm.
Im Gegenteil: Diese Blogs haben wenigstens noch eine persönliche Note und das macht sie keineswegs “unlesenswert”!
Wow, sehr gut geschrieben Lynne!
Ich persönlich lese ungern ‘Profi Blogs’ wo nur die üblichen High End Produkte angepriesen werden, sondern persönliche Blogs, von gewönlichen Leuten, die mit mir auf einer Wellenlänge sind. Dazu zählen natürlich auch Teenager Blogs (ich mein, ich bin ja selbst einer :b) aber warum sollten die schlechter sein. Bin ganz deiner Meinung, jeder sollte sich da Inspirationen sammeln wo er möchte und auf deutschen Blogs gibt es reichlich!
(Ich versteh nur den Vorwurf nicht, warum euer Blog kein Blog seien sollte?!)
Liebe Grüße
Ich finde, deinen Beitrag zu diesem Thema sehr interessant und zudem toll geschrieben! Er regt dazu an, das Thema auch mal aus einer anderen Perspektive zu betrachten.
Die Cosmo-Dame hat anscheindend nicht verstanden, dass auch qualitativ hochwertig bloggen kann, ohne ein Journalist, ein Makeup Artist zu sein oder sonstwie “mit der Branche” verbunden zu sein.
Ehrlich gesagt regt es mich immer wieder auf, wenn diese Frauenzeitschrift ihre Editorials mit Produkten machen, die ich als Otto-Normal-Frau kaum kaufen kann, ohne ein Menge Geld für die Sendung aus dem Ausland zu bezahlen oder mal schnell nach New York, Paris, London oder Südost-Asien zu jetten.
Selbst Magazine, die damit werben, dass sie nur 1,80€ kosten, stopfen Ihre Seiten voll mit Produkten, die ich nicht bezahlen kann und auch gar nicht will.
Gut, für manche mag der Gürtel für 200€ Standard sein, aber doch nicht für eine junge Frau, die gerade ins Berufsleben eingestiegen ist.
Und genau da schiessen die Magazine am Ziel vorbei. Ja, wir möchten uns die tollen, teueren Sachen angucken, aber dann schauen wir in unseren Geldbeutel und möchten günstige (ich sage nicht billige) Alternativen angeboten bekommen.
Also, Frau Beauty-Chefin, für Ihren Standard finden Sie vielleicht kein geeignetes Blog, aber Ihr Job ist es ja auch, etwas zu finden und darüber zu berichten, was die Leser – das sind die Menschen, die Ihr Gehalt bezahlen und es möglich machen, dass Sie in der vierten Reihe bei der NYFW sitzen können – ansprechend ist. Und damit das klar ist… Die meisten Leser wollen nicht von der tollen Anti-Aging-Kaviar-Creme lesen, die Sie sich für 200 Dollar den Pott in LA ins Gesicht schmieren lassen.
MfG, Jenny
Danke, sehe ich ähnlich. Deswegen habe ich diese Magazine immer nur sporadisch und zuletzt eben auch gar nicht mehr gekauft. Ich brauch keine Zeitung, die mir vorführt wie toll die Dinge sind, die ich mir alle NICHT leisten kann (im übrigen lese ich auch keine Blogs, wo es sich allein und ausschließlich im HighEnd dreht)
Für mich ist die Cosmo (und die Meinungen, die da propagiert werden) vollkommen wertlos…
dito! der letzte absatz hat es zu 100 prozent getroffen.
nur weil upclass-sekretärinnen an den wochenenden auf die kosten ihres mannes nach frankreich/ny fliegen und da mal schön nen tausender übern tresen knallen, heißt es ja nicht, dass die leute eben die hauptsächliche leserschaft der cosmopolitan darstellen.
und vor allem auch nicht, dass die “dumm sterben” wollen. sowas könnte man den leuten wohl auch sagen, bevor man ihnen irgendwelche stupiden behauptungen “einpflanzt”.
aber wenn ichs so sehe, muss ich frau seibold schon recht geben. wenn ich journalismus auf niveau lesen will (zumindest die art niveau, die ich ansprechend finde), dann muss ich mich wohl bei den printmedien auf die socken machen und mal die internationalen varianten durchforsten. die deutsche ausgabe bringt es da für mich auch nicht :)
Ich finde man muss Auch mal beachten, dass die meisten der Beauty Blogs ja nicht von Make Up Artists gefirnt werden, sondern von Frauen, die sich einfach nur für Kosmetik interessieren.ich behaupte jetzt einfach mal, das auch der größte Teil ‘unsereins’ fü anderes interessiert als die COsmopolitan Chefin.
Unsere Blogs sind unser Hobby. Wir geben viel dafür aber wir verdienen kein Geld damit. Wir haben auch anderes zu tun, denn wir sind Schülerinnen, Studentinnen oder arbeitende Frauen, die über ein Them diskutieren. Und das ist gut so. Frau Seibold kann dann ja meinetwegen ihre englischen Blogs lesen. Wirbsollten unser Ding durchziehen, fertig.
Liebe Lynne, danke für deinen Beitrag zu dieser Sache.
Ich hatte das auch irgendwo am Rande mitbekommen, diesen Cosmo Artikel auch gelesen… Ich sehe es genauso wie du: gut ist, was gefällt und ich lese regelmäßig kleine Blogs, weil ich einfach die Mädels sympathisch finde oder die Themen, über die sie schreiben. Und da müssen das auch keine Blogs mit 2742 Lesern sein ;-)
LG Anna
Toller Blogpost, Lynne!
Hätt ich gar nicht mitbekommen, ich lese die Cosmo nicht.
Bin aber auch der Meinung, dass Frau Seibold definitiv nicht recht hat mit dem was sie da schreibt.
Echt super geschrieben. Ich finde es super, dass du objektiv bleibst, obwohl ihr / du euch angesprochen fühlen könnt. Das zeugt von echter Kompetenz:)
Liebe Grüße!
Endlich mal wieder einen langen, zudem sehr interessanten Text den ich auf einem Blog lese .. echt sehr schön geschrieben :)
Liebe Grüße
Ahje :) Hast du alles sehr schön formuliert, liebe Lynne. Hätte ich ohne diesen Post garnicht mitbekommen . . . ich lese die Cosmo nicht.
Man merkt wirklich, dass du aus der Journalisen-Branche kommst, deine Blogposts – insbesondere der hier! – sind unglaublich gut geschrieben. Wäre ja auch schlecht, wenn es nicht so wäre ;]
Ich fäände es sehr interessant, wenn die Cosmopolitan zu diesem Eklat Stellung nehmen würde, vielleicht sogar mit Interviws von deutschen Bloggern.
*Interviews
Wunderbar geschrieben Lynne!
Nachdem nun ein paar Tage vergangen sind, hat sich die Aufregung bei mir auch ein wenig gelegt, auch wenn ich weiterhin der Meinung bin, dass Frau Seibold da doch etwas über die Strenge geschlagen hat. Etwas weniger Arroganz im Artikel hätte ihr gut gestanden. Aber wie du schon schreibst – Provokanz gehört zum Job. Etwas mehr Feingefühl würde mir aber auch gefallen.
Im übrigen gab es leider noch keine Reaktion der Cosmo. Aber ich kann warten ;-)
Ich bin schon sehr gespannt und hoffe, dass sich jemand rührt!
man merkt einfach, dass du vom fach kommst. du hast eine wunderbare art zu schreiben und ich lese deine statements wirklich gern!
lg, arina
Oo Oo Oo
hut ab.trotz dieser schlappe noch objektiv zu beurteilen,das spricht für klasse.